Die Bodenversiegelung ist eines der größten Umweltprobleme weltweit. 
Dabei handelt es sich um die dauerhafte Abdeckung der Bodenoberfläche mit undurchlässigen künstlichen Materialien, was zu einem irreversiblen Verlust des Bodens und des Großteils seiner Ökosystemleistungen führt.

Asphalt, Beton und Pflaster verwandeln freie Bodenflächen in versiegelte Flächen. Die Serie VERSIEGELT zeigt das Ausmaß dieser Entwicklung und den fortschreitenden Verlust unbebauter Flächen. 



Work in Progress

VERSIEGELT


Freie Bodenflächen verschwinden unter Asphalt, Beton und Pflaster. Was als Erschließung, Parkplatz, Zufahrt oder Gewerbefläche entsteht, verändert Landschaft dauerhaft. Die Serie VERSIEGELT richtet den Blick auf das Ausmaß dieser Versiegelung und auf den alltäglich gewordenen Verbrauch freier Flächen.
Boden ist die Grundlage für Pflanzen, Tiere und den natürlichen Wasserhaushalt. Wird seine Oberfläche mit Asphalt, Beton oder Pflaster bedeckt, kann Regenwasser nicht mehr unmittelbar versickern, der Boden verliert seine natürlichen Funktionen und die Fläche steht für andere Nutzungen nicht mehr zur Verfügung. Besonders dort, wo große zusammenhängende Flächen befestigt werden, verändert sich nicht nur der Boden, sondern auch das Erscheinungsbild ganzer Orte und Landschaftsräume.

VERSIEGELT konzentriert sich auf diese großen Flächen: auf Parkplätze und Zufahrten, Gewerbe- und Lagerflächen, Vorplätze, Randbereiche und Erschließungen. Es sind Flächen, die häufig keinem einzelnen Gebäude zugeordnet werden können und dennoch einen erheblichen Teil des gebauten Raumes ausmachen. Ihre Funktion ist meist eindeutig, ihre räumliche Wirkung wird dagegen selten wahrgenommen.

Die Fotografien zeigen diese Flächen nicht als isolierte Umweltprobleme, sondern als selbstverständlichen Bestandteil der heutigen gebauten Umgebung. Gerade ihre Alltäglichkeit macht sie schwer sichtbar. Asphaltierte Flächen werden benutzt, überquert und befahren, ohne dass ihre Ausdehnung oder ihr Verhältnis zur umgebenden Landschaft bewusst betrachtet wird.

Die Serie richtet den Blick deshalb auf die Fläche selbst. Geometrien, Wiederholungen, Übergänge und Ausdehnungen werden zu bildbestimmenden Elementen. Gebäude treten teilweise in den Hintergrund oder werden nur noch als Bezugspunkte innerhalb der versiegelten Flächen sichtbar. So wird eine Entwicklung sichtbar, die sich meist nicht durch ein einzelnes spektakuläres Bauwerk, sondern durch die Vielzahl und Größe alltäglicher Eingriffe vollzieht.

VERSIEGELT dokumentiert damit einen Zustand, der vielerorts längst selbstverständlich geworden ist: den fortschreitenden Verlust freier Bodenflächen durch ihre dauerhafte Befestigung.
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