Totale Transformation – Vom Bild zur Struktur
Die Serie transformiert fotografische Ausgangsbilder mittels eines festgelegten algorithmischen Verfahrens in Streifenstrukturen. Das ursprüngliche Motiv dient dabei lediglich als Rohmaterial. Gegenständlichkeit, Raum und Narration werden vollständig entzogen.
Die Arbeiten legen den „genetischen Code“ der Bilder offen: Farbe und Helligkeit werden aus ihrer Form gelöst und zu rhythmischen, zeitlosen Strukturen gedehnt. Alle Bildbestandteile sind gleichwertig; es existiert keine Hierarchie der Inhalte.
Der fotografische Augenblick wird aufgelöst und in eine statische Fläche überführt. Der Algorithmus bestimmt das Ergebnis, nicht der Künstler. Die künstlerische Entscheidung liegt in der Wahl des Prozesses, nicht in der Ausführung.
Die Bilder erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Ordnung und Überforderung. Farbe wird zur Schwingung, das Bild zur reinen Wahrnehmung jenseits von Bedeutung.